Die Ursprünge des Vereines

Der Floridsdorfer Turnverein 1865 ist der zweitälteste Turnverein in Wien. Von Anbeginn an als gemeinnützig und unpolitisch geführt sind die Ziele des Vereins bis heute die Förderung von Sport und Gemeinschaft, die Vernetzung von Generationen und die Verminderung von Barrieren.

Zur Zeit der Gründung 1865 zählte Floridsdorf kaum mehr als 1200 Einwohner, am Spitz (damals noch ein eigenständiger Ort) lebten gerade einmal 340 Personen. Das Aufkommen des Bürgertums und eine neue Verfassung 1860 brachten etwas mehr Freiheit und die Möglichkeit von Vereinsgründungen.

 

1890, 25- Jahr- Feier

 

Das durch häufige Überschwemmungen und Kriege heimgesuchte Floridsdorf ließ dessen Bevölkerung besonders zusammenwachsen.

Anhand der Gründungsmitglieder des FTV 1865 lässt sich die Bedeutung des Vereins für die kleine Gemeinde ermessen:

Dr. Leopold Ferstl (Bürgermeister von Floridsdorf und erster Vereinsobmann), Friedrich Dietz von Weidenberg (Stadtzimmermeister), Lambert Sild (Seilermeister), die Müllermeister Georg und Leopold Mayer, die Fabrikanten Alois Stephan und Konrad Krafft, Josef Kretz (Oberlehrer), die Ärzte Dr. Josef Deheck und Dr. Heinrich Schindler, Josef Brosam (Zimmermeister), die Kaufleute Josef Schwaiger d. Ältere und d. Jüngere, Karl Koller (Zuckerbäcker), Stefan Mayer (Salzhändler) und Leopold Malowan (Geschäftsleiter).

 

vermutl. 1905, 40- Jahr- Feier

 

Nach seiner Gründung wurde der FTV 1865 von der Gemeinde beauftragt den Turnunterricht der Schuljugend durchzuführen.

Aus dem Verein gingen später der Gesangsverein „Harmonie“ und die Freiwillige Feuerwehr von Floridsdorf hervor. Viele Sport- und Turnaktivitäten, der Eislaufplatz im Winter und die Tennisplätze im Sommer, sowie Festveranstaltungen machten den FTV 1865 zum Gemeinschaftszentrum Floridsdorfs.

Allen, die tiefer in die Geschichte des Floridsdorfer Turnvereins einsteigen möchten, empfehlen wir unsere 150- Jahr- Festschrift.
 

1912, Eislaufplatz rund um die (damals noch halb so große) Halle